Donnerstag, 10. Januar 2019

Überlegungen zur Fortpflanzung und Vererbung

Die Zelltheorie begrenzt die komplette Genetik auf eine je einzelne Zelle. Alles was mit Fortpflanzung und Vererbung zu tun hat, wird von einer je einzelnen Zelle übernommen und durchgeführt. Jede Art der Vermehrung erfolgt mittels der je einzelnen Entstehung neuer Zellen und nur innerhalb dieser Entstehung neuer Zellen werden die Gene weiter gegeben.

Ein eigentliches Weitergeben der Gene findet jedoch nicht statt, da bei der Zellteilung alle Inhalte der Zelle weitergegeben werden und dies ist eine Teilung der Zelle und keine Weitergabe der Zelle. Sprich, die naturwissenschaftliche Aussage, dass die Gene weitergegeben werden ist falsch und somit ist der Vorgang der sogenannten Fortpflanzung, die ja eben von der Weitergabe der Gene von Mann und Frau spricht, ebenso irrig.

Die Gene werden nicht in irgendeiner separaten Form weitergegeben. Einzig das Spermium tut dies jedoch tatsächlich, welches aber nicht geschlechtlicher Natur ist. Sprich, der Mann pflanzt sich fort, aber nicht die Frau. Da aber die Eizelle, die ihre Gene nicht an eine andere Zelle weitergibt, "das Kind erstellt", ist die männliche Fortpflanzung nicht die behauptete Grundlage der Entstehung des Kindes. Stattdessen pflanzt sich der Mann fort, weil er eben nicht in der Lage ist, ein Kind selbsttätig auf den Weg zu bringen.

Das Virus, welches ein Genom mit sich führt, ist nicht in der Lage, neue Viren enstehen zu lassen. Dieses übernimmt stattdessen eine Zelle, welche die Viren produziert und ihnen die Gene des Virus weitergibt, sodass die neuen Viren komplett aus der Materie der Wirtszelle bestehen. Es ist nicht das Virus, welches sich fortpflanzt oder sein Erbgut an die neuen Viren weitergibt.

Das Spermium ist kein Same und ist von seinem Aufbau her derart reduziert, dass man es qualitativ nicht mehr als Zelle ansprechen kann. Die Eizelle dagegen ist 85 Tausend mal größer als das Spermium. Es ist sehr naheliegend, dass dieser Größenunterschied zwischen Eizelle und Spermium nicht nur dem Dotter geschuldet ist, sprich, dass die Eizelle nicht nur Nahrung für den Embryo bereitstellt.

Die Theorie der Fortpflanzung erkennt folglich die Zelle, welche entsprechend der Zelltheorie die kleinste Einheit des Lebens darstellt, als Wirtszelle des Genoms.

Das Genom, welches als Erbgut des Menschen bezeichnet wird, trägt einzig die Informationen von Molekülen, die allesamt in und von der Zelle produziert werden, da dies das Genom nicht selber kann. Jede genetische Vorgang ist ein Prozess der Zelle und nicht die Prozesse des Genoms. Das Genom trägt lediglich die Informationen über eine noch nicht existierende zelluläre Realität, die es selber aber nicht ist.

Eine Leberzelle trägt das komplette Genom des menschlichen Organsimus, doch daraus entsteht kein Kind und so geht es allen Zelltypen des menschlichen Organismus, wovon es über zweihundert gibt. Aus der Eizelle jedoch wird ein Kind entstehen und diese wird nur vom weiblichen Organismus produziert. Der inhärente Vorgang, welchen man geschlechtliche Fortpflanzung nennt, dient dem Zweck der genetischen Variation, welches ansonsten eine identische Kopie des Genoms wäre.

Die Inhalte der Eizelle, welche dafür verantwortlich sind, dass aus dem gegebenen genetischen Inhalt der befruchteten Eizelle ein Kind wird, sind zytoplasmatische Inhalte und keine genetischen. Diese zytoplasmatischen Inhalte der Eizelle sind die Genprodukte des weiblichen diploiden Genoms und stammen nicht vom aktuellen genetischen Inhalt der befruchteten Eizelle ab. Ca. drei Tage lang wirken allein diese zytoplasmatsichen Inhalte der Eizelle, nach Eintritt des Spermiusm in die Eizelle.

Die Evolution der geschlechtlichen Fortpflanzung erbringt genetische Variationen im Unterschied zum Vorherigen, welches nur identische Kopien des Genoms ermöglichte. Die Zellteilung, welche identische Kopien des Genoms erzeugt, wird nicht unter dem Oberbegriff der Fortpflanzung der Zelle wissenschaftlich abgehandelt. Eine Zelle, die sich teilt, pflanzt sich nicht fort.

Die geschlechtliche Fortpflanzung, die ausschließlich genetische Variationen erzeugt, wurde doch nicht evolutiv etabliert, dass nunmehr eine Fortpflanzung und Vererbung stattfindet, innerhalb derer das Spermium die Eizelle befruchtet, der Mann das Kind zeugt und die Frau schwängert. Dies wäre auch mit einer identischen Kopie des Genoms ebenso möglich. Sprich, ginge es um eine Fortpflanzung, Vererbung, Befruchtung, Zeugung und Schwängerung, dann wäre es bei den identischen Kopien des Genoms geblieben, die ja die ursprüngliche Form der Vermerung war.

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